Rückblick – Gemeindeausflug am 5. Juni 2018

Der diesjährige Gemeindeausflug hatte die Ökumenische Autobahnkapelle St. Christophorus auf dem Autobahnparkplatz Kochertalbrücke zum Ziel. Die Autobahnkapelle ist sozusagen eine „Raststätte für die Seele“. Einladend steht an der Eingangstür das Jesuswort: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid.“
Wer unterwegs ist, kann sich hier entspannen, zur Besinnung und Ruhe kommen oder auch eine Kerze anzünden. Unsere rund vierzigköpfige Gruppe wurde von Schwester Heidrun und Schwester Helene empfangen. Sie gehören zur Gemeinschaft der Christusträger-Schwestern, die die Kapelle betreut. Die Schwestern berichteten von der Entstehung ihrer Schwesternschaft im Jahr 1961 und ihrer Arbeit in der Mission, Krankenpflege und Schulbildung in unterschiedlichen Ländern, z.B. in Pakistan, wo christliche Kinder in der Regel ohne Chance auf eine Schulbildung sind. Die Schwestern tragen bewusst keine Tracht. Sie wollen nicht äußerlich erkennbar sein. Vielmehr kommt es ihnen auf die innere Einstellung und Haltung an und vor allem auf das, was sie konkret tun.
Eindrucksvoll waren auch die Erzählungen zur Entstehung und Baugeschichte der Kapelle. Sie sollte ein Ort des Friedens sein und einen Gegenpol bilden zum nicht selten unschönen und kriminellen Treiben auf dem Truckerparkplatz. Die ganze Kapelle samt der grätenförmigen Holzdecke ist in der Form eines Fisches gestaltet. Die einzelnen Buchstaben „Ichtys“ für Fisch wurden bereits in der frühen Kirche zu einem Bekenntnis geformt: Jesus Christus – Gottes Sohn – Erlöser. So ist das ganze Gebäude samt dem Innenraum Träger dieser Botschaft. In der Kapelle selbst gefielen besonders die Buntglasfenster in den Farben des Regenbogens und die Fischmotive. Formen und Farben regen zu vielfältigen Assoziationen und Gedankenspielen zu den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde und zu biblischen Bezügen an. Vor der Eingangstür fällt der Blick auf den Namensgeber der Kapelle, den Hl. Christophorus, dargestellt als große holzgeschnitzte Figur mit Christuskind auf dem Arm. Auch Christophorus ist der Legende nach ein Christusträger und Schutzpatron der Autofahrer.
Wir setzten unsere Fahrt fort bis Wolpertshausen. Was wäre ein Ausflug ohne gemütliche Einkehr? Im Gasthaus „Mohrenköpfle“ konnten wir Kaffee und Kuchen genießen und ausführlich miteinander „schwätza“. Im angrenzenden Regionalmarkt der Erzeugergenossenschaft Schwäbisch Hall konnte, wer wollte auch shoppen gehen und sich mit leckeren regionalen Produkten eindecken. So kehrten wir bereichert mit neuen Eindrücken und gefüllten Taschen nach Hause zurück.
RRA

Gemeindeausflug