Gottesdienstlivestream im Kirchenbezirk sonntags um 10.00 Uhr

Am Palmsonntag mit Pfarrerin Regina Reuter-Aller. Klicken Sie hier.

Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3,14f.

Bis auf Weiteres keine Gottesdienste und Veranstaltungen

Die Verantwortung füreinander verlangt in diesen Wochen in unserer ganzen Gesellschaft außergewöhnliche Maßnahmen, die das Infektionsrisiko verringern und die rasante Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamen sollen. Sämtliche staatlich verfügten Maßnahmen gelten selbstverständlich auch in den kirchlichen Räumen.
– In unserer Kirchengemeinde entfallen sämtliche Gottesdienste bis auf Weiteres. Die für den 28. März geplante Goldene-/Diamantene Konfirmation ist abgesagt.
– Auch die Turmbläser können nicht wie es seit über 400 Jahren bei uns Brauch ist sonntags von den Balkonen der Stadtkirche spielen.
– Auch alle Aktivitäten, Veranstaltungen, Gruppen und Kreise und Chöre ruhen vorerst.
– Das Pfarramt und Gemeindebüro ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Sie erreichen uns telefonisch, Tel: 13 66 und per E-Mail: pfarramt.moeckmuehl-1@elkw.de
– Das Gemeindehaus ist geschlossen.

Als Kirche sind wir trotzdem für Sie da:
– Sonntags
läuten zu Beginn der Gottesdienstzeit die Glocken, in Bittelbronn um 11 Uhr  und rufen zum Gebet.

Online können Sie am kirchlichen Leben nach wie vor teilnehmen. Klicken Sie hier.
Sonntags um 10 Uhr wird ein Gottesdienst aus Goxhsen mit Pfarrer/innen und Prädiken/innen aus dem Kirchenbezirk im Lifestream übertragen: https://www.kirchengemeinde-gochsen.de/

Ein Angebot für die Kinderkirchkinder finden Sie hier.

Selbstverständlich sind Pfarrerin Reuter-Aller und  Pfarrer Kettnacker-Prang und für Ihre Anliegen, Gespräche und Seelsorge für Sie da. Bitte melden Sie sich,  auch wenn Sie Hilfe benötigen.
Pfarrer Kettnacker-Prang: Tel: 16 84 und markus.kettnacker-prang@elkw.de
Pfarrerin Reuter-Aller: Tel: 13 66 und regina.reuter-aller@elkw.de
Wir ermutigen Sie, telefonisch den Kontakt miteinander zu pflegen. Denn auch kleine Freuden und Unterbrechungen im nun so eingeschränkten Alltag stärken auch das Immunsystem und die Zuversicht. Über aktuelle Entwicklungen und  Änderungen halten wir Sie auf unserer Homepage auf dem Laufenden: www.ev-kirche-moeckmuehl.de Unter https://www.elk-wue.de/gemeindeleben-online finden Sie auch zahlreiche digitale geistliche Angebote.
Bleiben Sie gesund, unter Gottes Segen und durch die nötige Vorsorge.
Ihre Evangelische Kirchengemeinde

Sehr geehrte Gemeindeglieder,

die dritte Woche ohne Gottesdienste. Fast gewöhnt man sich allmählich an den aktuellen Zustand, an die Stille auf den Straßen und im Ort. Und doch, meine ich, freuen wir uns alle darauf, dass wir irgendwann wieder gemeinsam Gottesdienste feiern können.

Dass wir uns auf der Straße wieder unterhalten können, Menschen treffen können, die uns wichtig sind. Die Kinder und Enkel wiedersehen, kurz: Unseren Alltag wiederhaben. Und das dann vielleicht auch mit einer gewissen Dankbarkeit und einem neuen Bewusstsein für das, was wirklich wichtig ist, was uns trägt und unser Leben reich macht. Bis es soweit ist, finden Sie anbei den Impuls für den Palmsonntag.

Wenn Sie sich unterhalten möchten, wenn Sie etwas brauchen, sei es Hilfe beim Einkaufen oder anderes, dann wenden Sie sich gerne an meine Kollegin und mich!

Online können Sie am kirchlichen Leben unter folgender Adresse teilnehme: https://www.elk-wue.de/gemeindeleben-online. Dort finden Sie interessante Angebote für die kommenden Wochen.

Aus unserem Kirchenbezirk finden Sie bei der Kirchengemeinde Gochsen einen Livestream an jedem Sonntag, auf dem Sie PfarrerInnen aus dem Kirchenbezirk die Gottesdienste halten. Den Gottesdienst am 5. April hält Pfarrerin Regina Reuter-Aller aus Möckmühl. https://www.youtube.com/watch?v=LAklSS5Yaik&feature=youtu.be. Einen Link finden Sie auch auf unserer Homepage unter www.moeckmuehl-evangelisch.de.

Mit freundlichen Grüßen, den besten Wünschen, vor allem Gesundheit und Gottes Segen!

Regina Reuter-Aller  Markus Kettnacker-Prang

Impuls für

Grafik 2

Palmsonntag

Liebe Gemeindeglieder,

schon zum dritten Mal erhalten Sie nun den „Gottesdienst“ mit der Post. Wir alle hoffen inständig, dass diese Zeit bald ein Ende hat. Auf soziale Kontakte zu verzichten, die Leere in der Stadt und die Stille im Ort, all das ist immer noch höchst befremdlich. Und ich meine fast, es ist nichts, woran man sich gewöhnen könnte oder möchte. Wenn Sie den Wunsch verspüren, sich mal zu unterhalten, dann können Sie uns gerne per Telefon erreichen. Erst in einer solchen Zeit, die wohl noch nie jemand erlebt hat, merke ich, wie wichtig sozialer Austausch, wie wichtig Begegnungen sind. Für jeden Menschen, aber besonders in der Gemeinde, die ja vom Miteinander lebt. Hoffen wir das Beste, beten wir für die Kranken, für die Unermüdlichen, für uns alle, die wir uns nicht unterkriegen lassen.

Gottes Segen und alles Gute wünschen Ihnen

Regina Reuter-Aller

Geschäftsführende Pfarrerin

Markus Kettnacker-Prang

Pfarrer

Impuls zum Palmsonntag

Predigttext wäre heute – ist heute – Markus 14, die Verse drei bis neun.

Wunderbarer Duft legt sich über das Mahl bei Simon. Nardenöl entfaltet eine feine Süße. Wertvollstes Parfüm verzaubert den Raum. Ein Bild für Freude, ein Zeichen des Überflusses und ein Sakrament der Güte ist dieses Alabastergefäß, das von den Händen einer unbekannten Frau aufgebrochen, seine Fülle ausgießen lässt auf Jesu Haupt. Es ist eine königliche Stunde, wenige Tage vor Jesu Leiden und kurz bevor Judas seinen Verrat begehen wird. Er wird Geld nehmen.

Diese Frau hier schenkt. Sie schenkt überreich. Einer Königin gleich in liebender Tat, salbt sie den König der Herzen, der für uns den Weg gehen wird, mit dem er seine Liebe vollendet, seine Gottesfreude ins Ziel bringt, und unter Brot und Wein sich wegschenkt zum Heil der Welt.

Die Tat der Frau ist eine aus Ehrfucht geborene Huldigung; sie durchbricht alle Grenzen der Sitte, alle Schranken dörflicher Verhältnisse und trägt die Größe und Zwecklosigkeit königlicher Verschwendung.

Doch – wie sollte es anders sein – Argwohn steht bei Fuß. Männer stoßen sich an der Geste der Frau, rechnen in ihren Köpfen, zählen 300 Denar, gut der Jahreslohn eines einfachen Arbeiters, und mäkeln herum. Es ist eine scharfe und brüske Weise, in der sie das reiche Strömen der Liebe herunterziehen in die Welt der Pflichten, Anstandsregeln und kleinkrämerischen Bewertungen.

Wie viele Arme könnten gespeist werden, würde dieses Öl zu Geld gemacht werden? Almosen könnten gewährt, Hungrige gespeist, Durstige getränkt, Nackte gekleidet werden. Die Sozialkassen wären voller, die Mägen satter – aber Liebe, Glanz und königliche Freiheit gäbe es nicht. Ehrfrucht vor dem Armen wäre einmal mehr zu einem Verwaltungsakt geworden. Man gibt, ohne berührt zu werden. Man spendet, ohne betroffen zu sein.

Nichts spricht gegen die Argumente dieser Männer. Es ist fromm und es ist geboten, Almosen zu geben, erst recht im Umkreis des Passahfestes. Doch man kann vieles richtig machen, ohne dabei mit dem Herzen beteiligt zu sein. Während diese Frau, alle Regeln brechend, Reichtum strömen lässt, und so das Leben in Schönheit taucht. Hier sind Liebe und Güte wirklich und lebendig am Werk.

Sie tauchen Jesus selbst in den Zauber der Fülle, zu der menschliche Hingabe fähig ist. Er selber wird zum Empfänger der Zuneigung und Ehre. Mit dem Duft in der Nase, dem Salböl auf der Haut wird er sich dem Ausbruch der letzten widerlichen Gewalt stellen.

In seiner Antwort an die Männer lehrt Jesus sie, den Blick wegzuwenden von der Almosenberechnung und das Größere zu sehen, den großen, freien Dienst derer, die von ganzem Herzen lieben, durch deren Hände eine Zuneigung geht, die allein das Leben für den Glanz seiner estimmung öffnet.

Liebe ist königliches Tun. Und Liebende sind Königen gleich zu achten. Diese Frau ist eine Königin. Sie salbt den König der Herzen, der für uns den Weg gehen wird, mit dem er seine Liebe vollendet. In seiner Antwort an die Männer lockt Jesus, diesen Moment der Verschwendung, diesen Akt reinen Wohlgefühls, als Liebeswerk zu deuten – an ihm, dem Todgeweihten.

Das gute Werk, das man den Toten gewährt, ihren Leichnam zu salben, wird zum Geschenk der Freude, die den stärkt, der nun in den Tod gehen wird. So wird unsere Hinfälligkeit zurückgeholt in das Wunder der Liebe.

Man möge den Lebenden das Gute gönnen, das man bereit ist, mit ihnen zu teilen, bevor man den Toten Kränze aufs Grab legt. Gottes Ehre ist der lebendige Mensch – nicht der tote. Amen.

Gebet

Vater Im Himmel, wir bitten dich um die Einsicht und die Kraft, mit denen, die wir lieben, im Hier und Jetzt zu teilen, was uns wichtig ist. Schenk uns immer wieder neu die Zuversicht, dass wir jenseits von aller Berechnung für die Menschen, die uns begegnen, um unserer selbst willen wichtig sind. Schenk uns den Mut, unsere Liebe zu zeigen, besonders in diesen schweren Zeiten. Amen.

Liedvers

Aus: Ich will dich lieben, meine Stärke EG 400

Erhalte mich auf deinen Stegen / und lass mich nicht mehr irre gehn; / lass meinen Fuß in deinen Wegen / nicht straucheln oder stillestehn; / erleucht mir Leib und Seele ganz, / du starker Himmelsglanz!

Segen

Gott, wie Vater und Mutter, segnet dich:
… dein Lachen und dein Weinen.
… dein Vertrauen und dein Zweifeln.
… die Fülle und den Mangel deines Lebens.