Pfarrplanbeschlüsse und Strukturveränderungen in unseren Kirchengemeinden

Am 23. März  dieses Jahres beschloss unsere Bezirkssynode den Pfarrplan 2024 für den Neuenstädter Kirchenbezirk. Vier Pfarrstellen müssen gestrichen werden. „Bei uns“ im mittleren Jagsttal fällt die Pfarrstelle Züttlingen spätestens Ende 2024 ganz weg. Roigheim wird auf eine 50% Stelle reduziert. Die beiden Stellen Möckmühl  I und II  bleiben vollumfänglich erhalten. Doch klar ist, dass mein Kollege und ich künftig verstärkt Aufgaben in den Nachbargemeinden Züttlingen und Roigheim übernehmen müssen und unsere Kirchengemeinden verstärkt zusammenarbeiten müssen.

Die integrierte Beratung SPI

SPI steht für Struktur — Pfarrdienst — Immobilien. Diese Beratung ist für Gemeinden gedacht, die verstärkt zusammenarbeiten wollen — und müssen! — und sich dafür geeignete neue Strukturen geben wollen.
Seit dem Sommer 2017 sind unsere drei Kirchengemeinden Möckmühl, Bittelbronn und Ruchsen zusammen mit Züttlingen und Roigheim in einem Beratungsprozess. Ziel des Prozesses ist bis zu den Kirchenwahlen 2019 eine sogenannte Verbundkirchengemeinde (VKG) zu bilden.
Was ist eine Verbundkirchengemeinde? Eine VKG tritt in die Gesamtrechtsnachfolge der bisherigen Kirchengemeinden. Ziel ist, die Verwaltung möglichst schlank zu halten, damit die Pfarrer*innen möglichst viel Zeit für ihre Kernaufgaben in der Verkündigung, Seelsorge und Unterricht haben.
In inzwischen acht Beratungssitzungen hat sich eine Steuerungsgruppe aus den Kirchengemeinderäten zusammen mit den Beratern Carsten Kraume und Christoph Alber ein Gerüst zur künftig möglichen Struktur und Zusammenarbeit in einer Verbundkirchengemeinde erarbeitet.
Themen waren unter anderem die Struktur einer Verbundkirchengemeinde; die Größe der Seelsorgebezirke; der Gottesdienstplan;  Zuständigkeiten; Kirchenpflege und Haushaltsplan.
Klar ist, die Bildung einer Verbundkirchengemeinde kann nur die Voraussetzungen dafür schaffen, dass kirchliche Arbeit und Zusammenarbeit erleichtert wird. Zusammenkommen und möglichst zusammenwachsen müssen die Menschen dann selbst — und es auch wollen. Klar ist auch: Die Kirche soll im Dorf bleiben. Doch die Veränderungen bieten auch Chancen, die Kräfte zu bündeln und als Christenmenschen mehr zusammenzurücken und gemeinsam deutlich sichtbar in Erscheinung zu treten.

Wie geht es weiter?
Im Herbst werden wir in allen fünf Gemeinden zu Gemeindeversammlungen einladen und ausführlich über die vorgesehene Verbundkirchengemeinde informieren und Fragen beantworten. Wir werden Reaktionen und Rückmeldungen aufnehmen und wo es sinnvoll erscheint einarbeiten. Über den Beitritt zur Verbundgemeinde wird dann jedes Kirchengemeinderatsgremium gesondert beschließen. Ausführlichere Informationen finden sich bereits jetzt in den Sommerkontakten. Über die Abkündigungen in den Gottesdiensten und den Möckmühler Nachrichten werden wir Sie auf dem Laufenden halten. Gerne können Sie mich, Pfarrer Kettnacker-Prang und die Kirchengemeinderäte natürlich auch persönlich ansprechen.

© Evangelische Kirchengemeinde Möckmühl